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Der Grifo wurde bei seinem Erscheinen 1965 als eines der besten Autos gehandelt und die Presse überschlug sich geradezu mit Lob. Kein Wunder wenn man sich das Fahrzeug ansieht welche Protagonisten ihre Hand bei der Entstehung des Iso Grifo im Spiel hatten: Giotto Bizarrini, Nuccio Bertone, Giorgio Giugiaro und Renzo Rivolta.
Renzo Rivolta war Eigentümer von Iso SpA Automotoveicoli in Bresso / Mailand. Er hat nach dem Krieg ein Vermögen gemacht und zuerst Kühlschränke gebaut. Die 1939 gegründete Firma hieß Iso Thermos. Dann Motorroller, unter anderem die Isetta.
Als er damit noch mehr Geld verdient hat, orientieret sich Renzo Rivolta neuerlich um und wollte, wie so viele damals, einen besseren Sportwagen bauen als Ferrari. Denn diesem herrischen Herren wollten fast alle eins auswischen. Carlo Chiti und Ferruccio Lamborghini zum Beispiel fühlten sich schlecht behandelt - der eine als Kunde der andere als Angestellter. Carlo Chiti war Ferrari Rennleiter, hatte als überragender Ingeneur bei der Entwicklung des 250GTO mitgewirkt und im Zorn das Unternehmen verlassen. Er gründete in Livorno sein eigene Konstruktionsbüro und hatte bald berühmte Kunden wie Ferucio Lamborghini und - Renzo Rivolta. Vorgabe war einen Gran Tourismo mit V8 zu konstruieren. Nach einigen Prototypen wurde 1965 das Coupe auf der IAA in Frankfurt gezeigt.
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Der Iso Grifo konnte mit technischen Details aufwarten wie: Brems Servo von ATE, Sperrdifferential von Salisbury, rundum Scheibenbremsen von Dunlop, ein tolles Fahrwerk (Giotto Biazzarrini hat es konzipert) vorne Trapez-Dreiecksquerlenker und hinten eine starre De-Dion Achse. Einziger Kritikpunkt war der für Top-Sportwagen “gewöhnliche” Motor, nämlich US Serienaggregate. Dafür waren diese Motoren sehr zuverlässig.
Preislich gesehen lag der Iso Grifo auf dem Niveau eines Ferraris, die Stückzahlen waren aber immer deutlich geringer.
Das wahrscheinlich schönste und auch seltenste Stück ist der Targa, der gerade mal 17 mal gebaut wurde. Insgesamt wurden 412 Iso Grifo gebaut. Bestückt wurden sie entweder mit Chevrolet oder Ford Cobrajet Motoren mit untenliegender Nockenwelle die über Kipphebel und Stangen die hängenden Ventile betätigt.
Der ungefähre Marktwert, sofern man überhaupt einen findet, liegt jenseits der 70.000€
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